Donnerstag, 13. März 2014

Von Roh- auf Kochkost...nicht ganz ohne Schwierigkeiten

Moin,
mein Seelenleben hat sich unheimlich über das Ende der Rohkost gefreut. Am Samstag bin ich erst mal in den Bioladen, um mich für meine erste Kochmahlzeit inspirieren zu lassen. Das perfekte Mahl war schnell zusammen gestellt. Ich fand vegane Pinkelwurst (eigentlich ne Norddeutsche Wurstspezialität), hergestellt von einem Biohof aus der näheren Umgebung - also musste es Grünkohl geben. Als typisch Norddeutsche stand Grünkohl eh noch auf meiner Kochliste, da ich dieses Jahr bis auf Grünkohlchips noch nicht diesem tollen Gemüse gehuldigt hatte. Das ganze stellte sich als Hardcoreprogramm für meinen Magen heraus, aber glücklich war ich dennoch :)

Veganer Grühnkohl (Menge für ca. 4-5 große Portionen)
800g Grünkohl
1/2 Liter Wasser
Gemüsebrühpulver
50g Margarine
1 Zwiebel
1 Apfel
120g Räuchertofu
Senf, Muskat
Salz, Pfeffer

Zwiebel (kleingeschnitten) und Margarine in einen großen Topf tun und glasig dünsten. Den Grünkohl waschen und von den "Stängeln" (ich kenn den genauen Ausdruck dafür nicht) lösen. Den Kohl in den Topf geben und mit dem Wasser auffüllen. Gemüsebrühpulver hinzugeben, Deckel druff und ca. 30 Minuten köcheln lassen. Apfel und Räuchertofu sehr klein schneiden und zu dem Kohl hinzu geben. Weitere 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Senf und Muskat abschmecken.

Grünkohl, Kartoffeln, Kasslerbratstück und Pinkel
Mein Magen fand diese Köstlichkeit nicht so witzig...zwei Tage Krämpfe waren die Folge. Am nächsten Tag überkam mich ein Heißhunger auf Obst. Also folgte ein riesen Obstsalat, sozusagen freiwillige Rohkost. Weitere zwei Tage mit "normalem" Essen folgten, begleitet von einem Ausbruch pubertärer Hautunreinheiten, anhaltender Magenschmerzen, Schmerzen in den Gelenken, psychisches Tief und vieler anderer kleinerer unangenehmer Nebeneffekte...
Ich hab zwar im Vorfeld zu dem Rohkostexperiment viel über Nebenwirkungen bei der radikalen Umstellung gelesen (bezüglich des Entgiftungsprozesses), war jedoch nicht darauf gefasst, dass das im Umkehrschluss bedeutet, dass eine ebenso radikale Umstellung auf Kochkost zu entsprechenden "Vergiftungserscheinungen" führt.
Diese Reaktionen meines Körpers haben mir doch erstmals real vor Augen geführt, das Rohköstler im Puncto Gesundheit vielleicht doch den richtigen Weg gewählt haben. Mein Körper schreit gerade quasi nach Rohkost. Um mich und meinen Körper wieder zufrieden zu stellen (und diesen Vergiftungsprozess zu mildern) gibt es daher bei mir seit zwei Tagen zwei reine Rohkostmahlzeiten und eine Nicht-Rohkostmahlzeit (kann etwas Gekochtes oder Müsli/Brot etc sein). Ich hoffe, dass das auf Dauer diese Symptome bessert.
Wobei in zwei Tagen ein absoluter Anti-Rohkosttag auf mich wartet: MÜSLI WIRD 28 JAHRE ALT HAT FREI UND BEKOMMT DEN GANZEN TAG ÜBER BESUCH
Essensplanung läuft auf Hochtouren ;)
Wünsche euch daher schon mal ein wunderschönes Wochenende, genießt die letzten Sonnentage - ich hab irgendwas von Kälte und evt. Schnee gehört *brrrrrr*

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