Mittwoch, 22. Januar 2014

Vegan for Fit Tag 11 - 16: Über den Stand der Dinge, Stress und die Communitiy

Über die Hälfte der Zeit ist schon rum - krass.
Mittlerweile ist dieses ganze Koch- und Sportprogramm gut in den Alltag über gegangen, wobei ich eine gute Organisation an den Tag legen muss, um das Alles neben Arbeit, Haushalt, Hund (und manchmal will ich ja vielleicht auch noch Freunde sehen bzw. mit denen telefonieren) zu meistern. Herr Hildmann schreibt in seinem Buch, dass man schnell feststellt, dass es wichtigere und befriedigendere Aktivitäten, als z.B. TV o.Ä. gibt - er hat absolut Recht, aber nur in dem Masse, dass zumindest mir auch für so etwas keine Zeit bleibt. Ob ich das wirklich als befriedigend erlebe, weiß ich noch nicht. Irgendwie fühlt es sich gut an, sich vernünftig zu ernähren, regelmäßig Sport zu machen (zwei Klimmzüge schaffe ich noch nicht) und insgesamt besser auf sich zu achten. Auf der anderen Seite vernachlässige ich gerade sehr viele Dinge, die mir eigentlich ziemlich wichtig sind. Dazu gehört beispielsweise mein Aktivismus -  stundenlange Internetrecherche, Leserbriefe oder Mailschreiben ist momentan zeitlich überhaupt nicht drin.
Aber vielleicht liegt das auch einfach wieder an der Spätdienstwoche....letzte Woche kam mir nicht so stressig vor.
Na ja, ansonsten halte ich mich gut bei meiner Suchtbewältigung - mittlerweile 11 Tage rauchfrei!!! Bin mächtig stolz auf mich. Wobei mir mein Kopf mittlerweile ziemlich stark einredet, dass Nichtrauchen doof ist....früher hatte ich wenigstens Auszeiten auf der Arbeit oder zu Hause - mal eben 5 Minuten raus, das war sehr schön und Entspannung pur. Und mir fehlt besonders das Rauchen im Auto - ich weiß, dass das für viele Menschen schrecklich ist, aber ich habe leidenschaftlich gerne im Auto geraucht. Vermutlich, weil dies der einzige Ort für mich zum Rauchen war, wo ich überdacht war (meine Wohnung war und ist rauchfrei)...aber letztlich weiß ich ja, dass das mir meine Sucht einreden will. Dieses kleine Monster, was neben mir steht und mir zuflüstert "Rauch eine, das ist so schön. Das magst du, das schmeckt dir, das entspannt dich!!!" Nein!!! Ich bleibe bisher standhaft!!! Hm, vielleicht kommt (subjektiver) Stress auch mehr von den Entzugserscheinungen....

So, aber jetzt mal zu einem anderen Challenge-Thema: die Community
Herr Hildmann meint in seinem Buch, dass die Challenge wesentlich besser in Gemeinschaft zu absolvieren wäre, also hab ich mich erst mal bei der  Vegan-For-Fit-Gruppe bei Facebook angemeldet. Unglaublich, wie viele Menschen da drin sind, die Challenge machen, gemacht haben oder einfach nur zusehen, wie andere sich abmühen. Ich hab jetzt einige Tage die Gruppe verfolgt, bei der offizielle Forenseite http://www.challenge4life.de/habe ich mich nicht extra angemeldet, lediglich kurz überflogen.
Mein Eindruck:

Diese Foren lohnen sich für Challenger:
- die vorher keine Veganer waren und Beratung bei veganen Produkten benötigen
- die Motivation beim Sport benötigen
- die neue Kontakte knüpfen wollen
- die Lob für ihre Leistung benötigen
- die sich gerne mit Anderen messen 

Diese Foren lohnen sich für mich nicht:
- weil ich keine Beratung bezüglich der veganen Küche benötige
- weil ich mich ziemlich gut selber disziplinieren kann und daher die Geschichte mit Sport weniger schwierig für mich ist.
- ich weiß ziemlich genau, was ich leisten kann und was nicht und bin zufrieden mit dem, was ich schaffe. Ich möchte mich nicht der Beurteilung von erfahrenen Sportlern aussetzen, da meine Ausgangsverfassung leider nicht sofort z.B. Jogging zulässt und Fitnessstudio ist nicht mein Ding
- mich schrecken manche Challenger ab, die "Vegan for Fit" zu ihrer neuen Bibel erklärt haben...ja, es gibt Menschen, die bereits seit 7 Monaten oder länger nach diesem Konzept leben und fleißig über ihre 3stündigen Rennradtouren berichten.....sorry, das ist nicht mehr meine Welt

Was mich besonders traurig macht, ist die Tatsache (welche mir vorher nicht bewusst war), dass für sehr viele Menschen "Vegan" wirklich nur eine Diät ist, ein weiterer Weg neben Low-Carb, Kohlsuppe, Almased und Brigitte. Vergessen ist der Gedanke von Tierrechten, Umweltschutz etc. beziehungsweise nicht komplett vergessen, aber ziemlich unwichtig geworden....Zweckentfremdung ist vielleicht der Lauf der Dinge... Dynamit wurde ursprünglich auch für den Bergbau erfunden. Aber vielleicht sehe ich das auch zu streng - vielleicht ist jemand, der 30 Tage vegan lebt um abzunehmen, immer noch effektiver für Tiere und Umwelt als jemand, der das sein Lebtag nicht tut.

So, und zum Abschluss mal wieder die Werke der letzten Tage. Dabei muss ich noch mal etwas festhalten: "Vegan for Fit" ist die leckerste Diät, die ich kenne

Frühstück
Berlin-Toast

Schoko-Erdnuss-Müsli
Rührtofu mit Kressebrot


Amaranth-Pancakes mit Blaubeereis und Banane

 
Mittag
Quinoabulette


Gemüselinsen mit Petersilienpesto

Zucchinispaggethi mit  Walnusspesto



Abends
Low-Carb-Sushi (mein Demo-Essen in Berlin)

Bohnen in Tomaten-Basilikum-Soße

Mixed-Forces-Plate mit Hummus



So, auf in die nächsten 14 Tage :)

Kommentare:

  1. Yeah, weiter so mit dem Rauchstopp! Packst du ;)

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  2. Attila ist anscheinend ja jemand der Vegan auch nur aus Gründen der Fitness betreibt, mit Tierrechten hat er ja nichts am Hut und er ist auch gegen Aktivisten :( . Trotzdem gut dass das Thema Vegan durch ihn wenigstens Bekannter wurde.

    Das du immer noch Rauchfrei bist, finde ich Prima. Und diese Gedanken, vielleicht doch mal wieder zu einer Zigarette zu greifen, sind normal. Du musst nur Durchhalten! :)

    LG Naninchen

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