Freitag, 10. Januar 2014

Ernährungsexperiment: Vegan for Fit Tag 1 - 5

Mein Ernährungsexperiment ist gestartet. Seit Montag versuche ich nach der 30-Tage-Challenge von Attila Hildmann zu leben. Das dazu gehörige Buch "Vegan for Fit" befindet sich schon länger in meinem Besitz, allerdings habe ich bisher wenig von den Rezepten ausgetestet, geschweige denn, mich einem Sportprogramm unterzogen.
Vielleicht bin ich mit dieser Challenge etwas spät dran, da bereits das neue Buch von Herrn Hildmann "Vegan for Youth" erschienen ist...aber da ich eh nicht viel auf Trendbewegungen setze, kann ich gut mit dem "Altwerk" als Testobjekt leben :)

Ich geh natürlich nicht ganz unvorbereitet an diese Challenge. Ich habe zumindest einen Teil des Buches vorweg gelesen, den Rest führe ich mir nach und nach zu Gemüte.
Ansprechen tut das Buch in erster Linie "Normalkonsumenten", angefangen mit dem einfachen Diätwahnsinn, dem viele Menschen nacheifern, mit eher schlechten und nicht lang anhaltenden Ergebnissen. Erklärungen darüber, warum tierische Lebensmittel schlecht für unseren Körper sind, ebenso wie Weißmehle und Zucker. Letztlich läuft es auf die Aussage hinaus: "Wenn du schön, schlank, energiegeladen und sexy sein willst, ernähr dich vegan." Super, wen spricht das nicht an.
Okay, ich bin dabei. Das Konzept klingt erstmal ziemlich simpel. Die Rezepte sind nach Stufe 1 und Stufe 2 Gerichten unterteilt. Bis 16 Uhr darf man Stufe 2 Rezepte essen, nach 16 Uhr nur noch Stufe 1 Rezepte, nach 19 Uhr gar nicht mehr essen. Kurze Erklärung hierzu, Stufe 1 Rezepte sind sehr kohlehydratarm. Das kann sogar so ich umsetzen ;)
Das Sportprogramm ist locker gehalten, je nachdem, was man für sich erreichen möchte. Das Motto dahinter ist "Egal, was du für einen Sport machst, hauptsache, du bewegst dich" - perfekt für mich, da ich quasi ne sportliche Nullnummer bin. Bisher hab ich mich mit meiner körperliche anstrengenden Arbeit (Pflege) und den Spaziergängen mit meinem Hund zufrieden gegeben. Aber das möchte ich gerne ändern und damit komme ich auch schon zu den Zielen. Laut Herrn Hildmann soll man sich Ziele setzen für die Challenge.

Müslis Ziele
1. Sport in den Alltag einbauen
2. Geregelte Tagesabläufe durch bessere Zeitplanung
3. Mehr Zeit für mich

Kurze Erklärung hierzu:
Okay, das mit dem Sport brauch ich nur kurz  erklären, ich möchte  gerne etwa für meine Gesundheit tun und super gerne Muskeln an Stellen bekommen, die momentan eher noch Wackelpudding ähneln. Ich bin schlank (also abnehmen möchte ich nicht unbedingt durch die Challenge), aber nicht muskulös...das wird jetzt geändert!!!!
Geregelte Tagesabläufe stellen ein großes Hindernis für mich da, vermutlich, weil ich mir die Tage immer viel zu voll propfe - Arbeit, Haushalt, Hund, Freunde, Aktivismus, Reisen, Garten....mein Tag dürfte gerne 48 Stunden haben und ich würde wahrscheinlich immer noch nicht alles schaffen, was ich schaffen will. Mit dem letztlichen Ergebnis, dass ich viele Dinge nur halbherzig erledige und so etwas wie Ruhephasen für mich kaum kenne.
Zumindest der Beginn meines Experimentes, der auf Gesundheit gemünzt ist, ist nur für mich - gutes hochwertiges Essen und Sport - die Vorteile einer veganen Ernährung bleiben, allerdings mache ich zumindest für diese Zeit kleine Abstriche, was die Nachhaltigkeit meines Konsums angeht (sprich der Verzehr von regionalen und saisonalen Lebensmitteln). Ich mach mir gerade nicht zehntausend Gedanken um meine Ernährung, weil ich ja ein tolles Buch vorliegen habe, das mir mitteilt, was ich kochen kann/ soll. Das nimmt für mich einen Stressfaktor raus.
Mal schauen, wie sich das weiter entwickelt.

Erfahrung von Tag 1 - 5
Ich hab natürlich super Glück gehabt zu Beginn - pünktlich am Montag setzten höllische Schmerzen in meinem linken Fuß ein, die sich auch fleißig bin gestern hielten. An Sport war nicht zu denken, geschweige denn an halbwegs normale Bewegung. Also habe ich mich erstmal aufs Kochen konzentriert und dabei schon die erste Schwierigkeit festgestellt:
Dreimal am Tag ne hochwertige Mahlzeit zubereiten ist ganz schön zeitaufwändig. Ich denke, ich finde mich da noch rein....diese Woche hatte ich aufgrund von Spätschicht das Gefühl, dass ich außer Kochen und Arbeiten nicht viel gemacht habe. Vielleicht wird das nächste Woche schon etwas entspannter, wenn ich die Organisation etwas besser auf die Reihe kriege (ist ja meine Zielsetzung).
Ich hab mich streng an´s Buch gehalten und auch an die Mengenangaben - folgendes ist bisher mein persönlicher Eindruck, Menschen sind unterschiedlich und haben auch unterschiedliche Bedürfnisse und Geschmäcker. Ich schreibe das, weil ich hier keine Rezension schreiben will und auch nicht mir anmaße, die Rezepte zu verunglimpfen.
Die Rezepte sind toll, an und für sich relativ schnell zubereitet (max. halbe Stunde) und schmackhaft. Manches ist für meinen Geschmack deutlich zu süß, da her werde ich künftig den Agavendicksaft reduzieren. Anderes ist mir viel zu salzig, wobei das wohl eher meine eigene Schuld ist (Ist Müsli vielleicht verliebt????)  Bisher finde ich die Challenge ziemlich teuer, obwohl ich viele benötigte Zutaten ohnehin standardmäßig bei mir vorrätig habe oder selber günstiger herstelle (z.B. Nussmuse).
Ich habe auch ein Problem mit dem Zeitablauf, zumindest jetzt in meiner Spätdienstwoche. Ich bin kein Langschläfer, d.h. ich schaffe locker drei Mahlzeiten am Tag. Das Problem hab ich eher in den Abendstunden. Gegen 18 Uhr esse ich auf der Arbeit (passt ja zu dem "nach 19 Uhr nichts mehr essen"), bis ich jedoch Feierabend habe, ist es teilweise 21:30 und aufgrund der mangelnden Kohlehydrate beim Abendbrot (die ja bekanntlich die Sattmacher sind), bin ich dann zu Hause ziemlich hungrig. Ich muss mir nochmal ne Lösung für dieses Problem einfallen lassen oder vielleicht erledigt sich dies auch erstmal, wenn ich mich dran gewöhnt habe, spät Abends nix mehr zu essen.
Ansonsten sind die Mengenangaben der Rezepte für 2 Personen ausgelegt, wodurch man locker für zwei Tage sein Essen zubereiten kann - super fürs Zeitmanagement.
Heute war dann der erste Tag mit nur minimalen Fußschmerzen, also bin ich endlich raus und hab mit raucherfreundlichem Sport begonnen (Walken).

Wie gehts mir bisher? - Ich bin hoch motiviert und bestens gestellt :)

Hier ein paar Eindrücke der bereits verzehrten, unheimlich leckeren Mahlzeiten

Frühstück
Joghurt-Amaranth-Pop

Cranberry-Kokos-Ananas-Müsli

Fast-Life-Sandwich


Mittag
Spartanerhirse

Auberginenschiffchen Mexican mit Thymian-Mandel-Creme

Kürbis-Paprika-Gemüse mit Kokos-Tofu-Sticks

Abendbrot
Blumenkohl-Curry-Crunsh

Zucchini-Spaghetti alla Carbonara

Pastinaken-Risotto

Kommentare:

  1. Klingt alles sehr interessant :) Danke für den ersten Erfahrungsbericht. Und die Gerichte sehen äußerst schmackhaft aus.
    Viel Spaß noch mit AH ;)
    Federchen

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  2. Dann schließe ich mich mal deinen Lesern an und bin gespannt, was das gibt! Versuche mich jetzt auch (locker) daran.

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