Sonntag, 22. September 2013

Lebervurst, Lebervurst, dat macht Durst

Die Überschrift ist ein heißgeliebter Schnack von meinem Stiefvater - macht keinen Sinn, wird aber immer wieder verwendet :)
Wieso schreibe ich jetzt was über Lebervurst? Heute (22. September) findet in Bad Zwischenahn die Veranstaltung "Genuß im Nordwesten" statt. Unter dem Motto "Weil verantwortungsvoller Genuß Unterstützung braucht" stellen verschiedene Organisationen und Hersteller ihre Produkte vor, wodurch ein riesiger "Genußmarkt" entstehen soll - natürlich alles regional.
Wer mehr über diese Veranstaltung bzw. den Organisator "Slow Food" erfahren möchte, kann sich unter folgenden Links informieren
www.genuss-im-nordwesten.de
www.slowfood.de

Der Vegetarierbund Oldenburg hat dort dieses Jahr auch einen Stand, von daher haben wir mit mehreren Leuten versucht, ein buntes Angebot servieren zu können. Von Suppe über Kuchen und belegte Brötchen ist viel dabei. Der Erlös wird komplett gespendet. Dieses Mal gehen die Spenden an den Hagelhof in Cloppenburg.
Mein Beitrag zu diesem Event sind Lebervurstbrötchen.
Vorweg muss ich mal was grundsätzliches zur Lebervurst loswerden:
Ich hab bereits häufiger betont, dass ich zeitweise gerne Fleischersatzprodukte in meiner Küche verwende, aber bei Lebervurst (und auch bei dem berühmten Zwiebelmett) sträuben sich mir die Nackenhaare. Das erste Mal habe ich diese beiden Aufstriche hergestellt, als sich meine Eltern zu Besuch angekündigt hatten. Von Prinzip sind beide Aufstriche superschnell zubereitet und für überzeugte Fleischesser eine klasse Alternative. Mein Stiefvater hat den Unterschied nicht rausschmecken können und ich war mächtig stolz auf mich. Das Problem, was ich jedoch mit dem Zeug habe: "Ich schmecke auch keinen Unterschied". Dem Fleischkonsum habe ich vor 11 Jahren abgeschworen. Obwohl ich immer gerne (sehr sehr gerne) Fleisch gegessen habe, überwogen für mich damals Mitgefühl, Empathie und der Respekt vor dem Leben und damit stand meine Entscheidung fest.
Ich habe natürlich gestern die Lebervurst abgeschmeckt und wiederholt kam mir der Gedanke "Wenn ich nicht wüsste, dass ich das selber zubereitet habe, würde ich das nicht essen. Das schmeckt zu sehr nach echter Lebervurst" Wie gesagt, ich mag Fleischersatzprodukte, aber wenn sie zu sehr nach dem Original schmecken, krieg ich das nicht durch den Hals.
Ich weiß nicht, ob jemand von euch dieses Problem auch kennt: "Fleischersatz ja, aber es sollte bitte nicht zu sehr nach Fleisch schmecken."
Nix desto trotz, für Alle, die gerne solche Produkte essen oder ihre Bekannten damit begeistern wollen, kommt hier das Rezept

Lebervurst
1 Zwiebel
10g Olivenöl
170g geräucherter Tofu
1 El Majoran
1 El Petersilie
1/2 El Paprikapulver edelsüß
1 Dose Kidneybohnen
Salz und Pfeffer nach Geschmack

Die Zwiebel in den TM geben und 15sec/Stufe 4 zerkleinern. Die STücke mit dem Spatel anschließend runterkratzen. Öl hinzugeben und 8 Min/ 100Grad/Stufe 1 verrühren.Restliche Zutaten hinzugeben und ca 50sec/Stufe 5 pürieren (evt. etwas länger)
Die Pampe im Thermomix

50 Brötchenhälften für "Genuß im Nordwesten"

Probestück - schmeckt nach Leberwurst - buäh!!!
  
Hab für die 50 Brötchenhälften die dreifache Rezeptmenge gemacht und leider ziemlich viel übrig behalten...dann werd ich wohl die nächsten Tage einen Lebervurstschock erhalten. Zum Glück fahr ich morgen in "Arbeitsurlaub", sprich ich betreue, meine zu Betreuenden machen Urlaub. Dann hab ich ja schon ein schönes Mitbringsel für´s Abendbrot :)
Wünsche euch allen eine gute Woche.

PS: HEUTE IST BUNDESTAGSWAHL ALSO GEHT WEG VOM PC UND AB IN DIE WAHLKABINEN

1 Kommentar:

  1. Ich war nie ein Leberwurstfan, aber ich kann mir vorstellen, dass man den Geschmack mit deinen Zutaten täuschend echt nachahmen kann. Und Kompliment: Sie sehen wirklich original aus. Vielleicht mach ichs mal nach, wenn die unvegane Familie kommt, als Überraschung. :)

    Liebstens
    Frau K.

    AntwortenLöschen