Dienstag, 28. Mai 2013

"Ich-bin-wer-ich-bin" ist manchmal leichter gesagt, als getan

Ich stehe zu meinem Leben!
Ja, ich mache viele Dinge anders. Ich bin aus Überzeugung Veganerin geworden, obwohl ich auf einem Dorf lebe, obwohl meine Eltern mit Landwirtschaft ihr Geld verdienen und obwohl ein großer Teil meiner Familie sich damit brüstet, einen Jagdschein zu besitzen. Ja, ich bin eine Lesbe und mit der tollsten, liebenswürdigsten, schönsten Frau auf der Welt verheiratet. Ihre Tochter lebt bei uns und wir sind glücklich zusammen, auch wenn die landläufige Meinung ist, dass Kinder in gleichgeschlechtlichen Beziehungen emotional misshandelt werden. Ja, ich habe einen großen Hang zur Weltverbesserung und mache mir sehr viele Gedanken über Konsum, Umgang mit Mitgeschöpfen, Toleranz, Gleichberechtigung. Ja, ich mache mir manchmal zuviele Gedanken um die Welt und zu wenig um mein eigenes kleines Leben. Und ja, ich weiß, dass das viele nicht verstehen können.
Ich habe bisher unter meinem Namen gebloggt, weil ich zu den Dingen stehe, die ich tue und denke. Nur leider musste ich jetzt damit konfrontiert werden, dass andere Menschen einem das sehr schwer machen können...kurze Erklärung:
Durch den Einsatz bei der Schlachthofgeschichte ist mein Blog bei der Eingabe von "Schlachthof Ahlhorn" bei Google, relativ weit nach oben gerutscht. Dadurch sind Bekannte aus den umliegenden Ortschaften auf meinen Blog gestoßen. Wie gesagt, ich stehe zu meinem Leben, ich blogge über private Angelegenheiten und es interessiert mich einen feuchten Dreck, was andere über mich denken. Aber ich bitte um Verständnis, dass ich eine Familie habe und ich möchte nicht, dass diese durch "Dorftratsch" angegriffen werden. Daher habe ich beschlossen, künftig nicht mehr unter meinem richtigen Namen zu bloggen.
Man, Dorfleben ist manchmal echt anstrengend!!!

Kommentare:

  1. Hauptsache Du verlierst nicht die Lust am Bloggen! Ich lese sehr gerne Deine Blogposts, da auch ich vegan bin und mit einer Frau verheiratet bin. Allerdings lebe ich in einer Großstadt, statt auf dem Dorf ;-). Mach weiter so! Liebe Grüße fraujupiter (die auch nicht unter ihrem richtigen Namen bloggt).

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  2. Da kann ich mich fraujupiter in ihrem ersten Punkt 100% anschließen: höre nicht auf zu bloggen! Ich bin zwar heterosexuell, aber ebenfalls vegan und finde deine Posts super (hab ich ja schon mal gesagt ^^).
    Ich kann deine Entscheidung und deinen Frust auf jeden Fall nachvollziehen und es ist dein gutes Recht, anonym zu bloggen. Schade, dass sich manche Menschen so unreif verhalten müssen.
    Liebe Grüße Federchen (die auch nicht unter ihrem richtigen Namen kommentiert ;) )

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  3. Nimm's nicht persönlich, Menschen sind mitunter so. Die "soziale Kontrolle im Dorf" tut Ihr übriges. Nur Mitleid erhält man umsonst, Neid & Missgunst verdient man sich =)

    stay tuned
    Michaela

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  4. Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich finde es richtig bewundernswert, wenn Leute ihren richtigen Namen angeben und trotzdem persönliche Sachen schreiben (wobei du ja gar nicht so persönliche Sachen schreibst wie manche anderen Blogger). Dass daraus Tratsch werden könnte, wäre echt blöd :-/ Wobei es echt lächerlich wäre über deinen Blog zu tratschen, weil er eigentlich gar keinen Anlass dazu gibt.
    Unter deinem Post steht aber noch dein richtiger Name oO

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  5. Danke für euer Verständnis :)
    Wie ich den Namen unten wegkriege, weiß ich garnicht. Hab den ja noch unter dem Namen gepostet. Vielleicht ändert sich das in Zukunft

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  6. Ich mag, wie Du schreibst. Super! ich blogge auch und auch unter Psyeudonym - kann ich gut verstehen. Liebe Grüße aus Berlin

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