Donnerstag, 25. April 2013

Saatgutregulierung und Homo-Ehe

Zwei Nachrichten beschäftigten mich die letzten Tage:

EU-Saatgutverordnung: Aufruhr im Gemüsegarten
Jetzt mal ganz in Ruhe, natürlich reguliert die EU nicht den Anbau im privaten Gemüsegarten. Wie sowas massenweise in die Internetforen gelangt, ist mir schleierhaft. Es geht lediglich um die gewerbliche Regulierung des Saatgutes, sprich diese geplante Regulierung greift nur, sobald ich damit Geld verdiene. Nichts desto trotz hat das enorme Folgen; es geht um die Züchtung industrealisierten, homogenen Pflanzen (klingt sehr "schmackhaft") und natürlich steckt da in erster Linie die Wirtschaft hinter. Die drei größten Saatgutkonzerne Monsanto, Dupont und Syngenta beherrschen jetzt schon über die Hälfte des Weltmarktes und deren Einfluss auf den Pflanzenanbau wird durch solche Verordnungen, wie sie jetzt die EU plant, weiter gefestigt. Was bedeutet dies? Praktisch gesehen heißt dies, dass alte Obst- und Gemüsesorten verschwinden und ein standartisierter Anbau vollzogen wird. Wer leidet darunter? Natürlich der Verbraucher, da ihm letztlich die Wahl genommen wird, was er konsumiert. Und natürlich die Landwirte, die sich durch kontrollierte Verwirtschaftlichung in die Abhängigkeit solcher Konzerne begeben müssen.

In der Dokumentation "Food,inc. - Was essen wir wirklich" sind unter anderem die Folgen solcher Regelungen erklärt, da die Regulierung des Saatgutes dort bereits Realität ist. Absolut sehens- und nachdenkenswert (danke für dieses tolle Geburtstagsgeschenk)
Ich finde es erschreckend, was aus dieser Welt wird. Dass Lebensmittel verwirtschaftlicht werden ist eine bedauernswerte Tatsache, dass eine Politik letztlich bestimmt, was wir essen, ist untragbar.
Petition dagegen hier unterschreiben.

Homoehe in Frankreich
Am Dienstagnachmittag hat die Nationalversammlung der „Mariage pour tous“, der Ehe für alle, endgültig ihren Segen geben. Ein riesen Grund zur Freude, herzlichen Glückwunsch liebe gleichgesinnten Franzosen und Danke an Herrn Hollande.
Mein erster Gedanke dazu war, wie schön, dass Frankreich so weit ist. Schade, wenn nicht sogar schändlich, dass wir in Deutschland noch so hinterherhinken.
Doch dann folgten andere Nachrichten über Ausschreitungen, Gewalt gegen Homosexuelle, Demonstrationen, Homophobie...und die Freude verschwand. Inwieweit das Thema in Frankreich ein Frustventil für andere Problematiken ist, wage ich nicht zu beurteilen...ich finde es nur unheimlich traurig, dass Menschen für ihre Gleichstellung verfolgt werden. Eigentlich sollten die Franzosen stolz auf diesen Schritt sein, aber statt dessen entsteht Hass gegenüber "Andersartigen"... In Deutschland haben wir das Recht, eine eingetragene Lebenspartnerschaft einzugehen und die Gesellschaft toleriert Homosexualität im Großen und Ganzen. Natürlich wünsche ich mir Gleichbehandlung und - berechtigung, so wie in Frankreich. Aber nicht um den Preis, Hass und Gewalt zu schüren. Ich lebe lieber in Frieden mit meiner Lebenspartnerin (in nur noch 8 Tagen *freu*), als Angst vor Anfeindungen zusammen mit meiner Ehe-Frau durchstehen zu müssen.


Bei diesen Neuigkeiten geht mir Uli Hoeneß echt am Arsch vorbei!!!

Aber ich will mich jetzt auch nicht soviel ärgern. Lieber die Sonne genießen - endlich. Die letzten Tage musste ich viel arbeiten, daher gab´s Schnellkost :)
Gestern musste ich experimentieren, da ich für meinen heißgeliebten Pizzateig nicht alle Zutaten hatte. Dabei ist folgendes herausgekommen:

Not-macht-erfinderisch-Pizza - reicht für 1 Blech
das Originalrezept für den Teig
100 g Dinkel
250g Mehl
1 Würfel Hefe
1 Tl Salz
210ml Wasser

mir fehlten normales Mehl und Hefe, daraus wurde
100g Dinkel
250g Weizenvollkornmehl
1 Pk. Backpulver
1 Tl Salz
210 ml Wasser

Soße
eine Dose stückige Tomaten
Salz,Pfeffer,Basilikum,Oregano...was einem halt so einfällt 

Belag
5 Frühlingszwiebeln
4 Paprika
Pizzagewürz
ein Rezept Hefeschmelz 

Dinkel in den Mixtopf vom TM geben und 1Minute/Stufe 10 mahlen. Übrigen Zutaten hinzu und 2Minuten/Teigstufe verkneten
Teig auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech ausrollen.
Soße anrühren und auf der Pizza verteilen. Ofen auf 220 Grad vorheizen. Zwiebeln und Paprika in kleine Stücke schneiden und auf der Pizza verteilen, mit Pizzagewürz bestreuen. Hefeschmelz zubereiten und ebenfalls darüber verteilen. Das Ganze ca 20-25 Minuten im Ofen backen.


Obwohl ich skeptisch wegen dem Backpulver war, hat es im Nachhinein echt gut geschmeckt. Für ne Notlösung  gut gelungen :)

Heute brauchte in dann mal dringend was getreidetechnisches...zuviel Nudeln in letzer Zeit.

Quinoa mit Spinat
300g Quinoa
400 g Blattspinat
eine Handvoll zerdrückte Walnüsse
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Apfel
Salz, Pfeffer, Brühe, Chiliwürzer

Quinoa in Brühe gar kochen. Zwiebeln und Knoblauch kleinschneiden und in Öl  in nem Topf andünsten. Spinat waschen und dazu geben. Gewürze hinzugeben. Wenn ihr meint, dass der Spinat gut ist, den fertigen Quinoa dazugeben und gut verrühren. Apfle kleinschneiden und zusammen mit den Walnüssen zum Schluß unterheben.


Den Rest des Tages werde ich jetzt noch ein bisschen durchdrehen - in zwei Tagen ist mein Junggesellinnenabschied *freu* und ich habe heute erfahren, dass wir nächsten Freitag nicht im Leaf essen können, weil die nur abends auf haben aber unsere lieben Trauzeugen für abends eine Überraschung für uns haben. Also neues Restaurant für Mittags organisieren - natürlich freue ich mich auf die Überraschung, aber ich hasse es auch , wenn ich Pläne ändern muss. Bei dieser Hochzeit entwickel ich mich noch zur richtigen Furie...ich hoffe das ist normal... und hört danach wieder auf...ich gefalle mir so selber garnicht :( Aber ich bin auch nur ein Mädchen, was einen "perfekten" Hochzeitstag haben möchte und das stresst mich ungemein



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