Dienstag, 9. April 2013

Eine Woche voller Nudelglück - Tag 2: AIMT-Pasta, ansonsten anstrengender Tag

In erster Linie sollte man davon ausgehen, dass man seine freien Tage dazu nutzt um sich auszuruhen. Das war auch der Plan von mir heute. Und dann war das Wetter so schön und es hat mich in den Garten getrieben. Also habe ich heute vormittag 3 Stunden im Garten das Altlaub aus den Beeten gepusten und war sehr stolz auf mich.
Anschließend ging´s ans Mittagessen mit dem unheimlich kreativen Namen

AIMT-Pasta
soll soviel heißen, wie Avocado, Ingwer, Minze, Tomate :)

- 250g Spaghetti
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- ein walnußgroßes Stück Ingwer
- ein paar Minzblätter
- eine große Dose geschälte Tomaten
- Salz, Pfeffer, Zucker, Chili, Koriander
- 2 El Pinienkerne
- 1/2 reife Avocado

Als erstes die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne anrösten, anschließend umfüllen und zur Seite stellen. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schön kleinschneiden. Tomaten aus der Dose fischen und ebenfalls kleinschneiden (Soße nicht wegtun). Zwiebeln, Knobi und Ingwer mit Öl in der Pfanne braten, Tomaten hinzugeben + Minzblätter. Das Ganze würzen  und etwas einkochen lassen (ca 10Minuten). In der Zeit die Nudeln kochen. Avocado aus der Schale tüfteln und in kleine Würfel schneiden. Die Nudeln abgießen und mit der Soße vermischen. Avocado und Pinienkerne unterheben und servieren.




Jamijamijami

Frisch gestärkt bin ich wieder in den Garten, um weiterzuwühlen. Nach weiteren 2 Stunden bekam ich jedoch Krämpfe im linken Arm...anscheinend hatte ich die Wirkung einen dauerhaft gehaltenen Laubsaugers auf die Muskulatur unterschätzt. Also musste ich dieses Unterfangen trotz grenzenloser Motivation abbrechen.
Das machte mir dann schon etwas schlechte Laune. Wenn ich eins hasse, dann ist es, wenn ich nicht so kann, wie ich will. Und dann rief zu allem Überfluss auch noch meine Mutter an "Ich bin gerade auf einem Seminar in Oldenburg, kann ich auf nen Tee rumkommen?" - das ist vom Prinzip keine Katastrophe, aber bei meiner Mutter weiß man nie, wie so ein Besuch abläuft. Entweder klagt sie eine Stunde darüber, wie schlecht es ihr geht, wie überarbeitet sie ist etc. oder sie lästert über meinen Vater bzw. meine Brüder...na ja, abwarten und Tee trinken. Dabei fiel mir ein, dass unser Brot alle ist, also noch nebenbei eines gebacken und damit der Tag für mich stimmungtechnisch nicht ganz aus dem Ruder lief, habe ich einfach mal mein Lieblingssbrot gebacken.

Dunkles Vollkornbrot
130g Roggen
130g Weizen
100g Dinkel
550ml lauwarmes Wasser
1 1/2 Würfel Hefe
280g Weizenvollkornmehl
100g Weizenmehl
3 Tl Salz
120g Rübenkraut
150g Sonnenblumenkerne

Die Körner 40Sek/Stufe 10 im TM schroten. Die übrigen Zutaten hinzugeben und 4Min/Teigstufe verkneten, dabei mit dem Spatel den Teig zwischenzeitig runterdrücken. Eine Brotform einfetten, den Rand mit Sonnenblumenkernen ausstreuen, den Teig hineintun. Das Ganze dann bei 200 Grad im vorgeheizten Ofen ca. 60Minuten backen. Anschließend auskühlen lassen.

Während der Teig im Ofen sich zu etwas Wundervollem verwandelte, kam meine Mutter und erzählte und erzählte. Auf ihrem Seminar (organisiert durch die Landwirtschaftskammer) hätten sie sich einen Bio-Geflügelbetrieb angesehen und sie wäre total entsetzt, wie dort die Zustände waren und ob ich mir vorstellen könnte, dass anscheinend garnicht bedeutet, dass die Tiere gut gehalten würden ("Aber Mama, davon rede ich doch die ganze Zeit immer, natürlich weiß ich das"). Außerdem hätte sie z.Zt immer so Magenprobleme. Z.B. hat sie gestern abend sich und ihrem Mann so ein schönen Essen gemacht: Speckwürfel mit Bratkartoffeln, Chili´s usw. und danach hätte sie so sehr Krämpfe gehabt (was meinerseits ein leichtes Augenverdrehen verursachte). Außerdem wäre das mit dem Geld ja auch immer so knapp. Aber nächste Woche fährt sie mit meiner Tante zu einer Gartenschau für zwei Tage und nächsten Monat mit ihren Mädels in ein Wellnesshotel und darauf den Monat macht sie Urlaub für ein paar Tage auf Föhr ("da fragt man sich noch, warum sie kein Geld hat"). Und zu guter Letzt würden ja meine Brüder auch immer mehr wie mein Vater werden, melden sich nie, absolut undankbar etc etc (Was es mir sehr leicht macht, das gute Kind zu sein :)   ) Dann musste sie aber auch nach Hause. Ja, das war schön...
Die Zeit vor dem Abendbrot habe ich noch mit ausgiebigem Waschen meines Hundes verbracht (er hasst es und entsprechend sehe ich danach immer aus) und mein Frühstück für morgen vorbereitet (Frühdienst :(  )
Jetzt gehe ich in´s Bett, vollkommen fertig, mit schmerzenden Armen und viel zu wenig Schlaf in Aussicht.


 



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